Grunderwerbsteuer

04.07.2013

Grunderwerbsteuer - Umstrukturierung im Konzern

Das Grunderwerbsteuergesetz besteuert bekanntlich den Verkauf von deutschen Grundstücken auch dann, wenn Anteile einer grundbesitzenden Gesellschaft indirekt veräußert werden. Das kann mitunter zu bösen Überraschungen führen, wenn nämlich eine Übertragung von Gesellschaftsanteilen im Konzern (das sogenannte "Umhängen von Beteiligungen") unbeabsichtigt eine Grunderwerbsteuerpflicht auslöst.

 

Um trotzdem wirtschaftlich sinnvolle und notwendige Umstrukturierungen im Konzern ohne zusätzliche Steuerbelastungen durchführen zu können, hat der Gesetzgeber eine 2010 in Kraft getretene sogenannte "Konzernklausel" in das Gesetz eingefügt (§ 6a GrEStG). Grunderwerbsteuer soll danach immer dann nicht anfallen, wenn

•    eine Umwandlung im Sinne des Umwandlungsgesetzes durchgeführt wird und

•    an dieser Umwandlung ausschließlich ein herrschendes und ein oder mehrere von diesem herrschenden Unternehmen abhängige Gesellschaften beteiligt sind (also eine interne Umwandlung ohne Beteiligung dritter Unternehmen). Als "abhängig" wird eine Gesellschaft angesehen, an dem das herrschende Unternehmen für mindestens 5 Jahre vor und 5 Jahre nach der Umwandlung mittelbar oder unmittelbar mit mindestens 95 % beteiligt ist.

 

Dabei kommt es nicht darauf an, ob eine solche Umwandlung in Deutschland oder in einem anderen EU-Staat stattgefunden hat.

 

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

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