Grunderwerbsteuer

04.07.2013

Grunderwerbsteuer - Umsatzsteuer auf Grundstücke in Deutschland

Einer der Faktoren, die den Handel mit Grundstücken (und darunter versteht das Gesetz auch Häuser und Wohnungen) in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern deutlich verteuern, ist die Erhebung der sogenannten Grunderwerbsteuer, einer Umsatzsteuer auf den Handel mit Grundstücken. Grundlage dafür ist das Grunderwerbsteuergesetz (GrESt-Gesetz), ein Bundesgesetz, das die Festsetzung der Höhe der Steuer seit 2006 den einzelnen Bundesländern überlässt.

 

Von dieser Möglichkeit haben die meisten Bundesländer Gebrauch gemacht und den Steuersatz von früher 3,5% auf 4,5% bis teilweise sogar 5% erhöht. Die Steuereinnahmen stehen dem Bundesland zu, in dem das jeweilige Grundstück belegen ist.

 

Das ansonsten bundeseinheitlich geltende Gesetz ist aufgrund einer Vielzahl von Ausnahmen und Ergänzungen, um Schlupflöcher zu stopfen, außerordentlich kompliziert geworden.

 

Der Grundsatz besteht darin, dass bereits der Kaufvertrag oder jedes Rechtsgeschäft, das einen Anspruch auf Übereignung eines Grundstücks begründet, steuerpflichtig ist. Um die Steuereinnahmen sicherzustellen, ist der Notar, der den Kaufvertrag beurkundet, verpflichtet, das zuständige Finanzamt über den Verkauf zu informieren. Das Finanzamt erlässt daraufhin den Steuerbescheid gegenüber dem Käufer und schickt nach Bezahlung eine Quittung (die sogenannte "Unbedenklichkeitsbescheinigung"); erst danach darf der Eigentümerwechsel im Grundbuch eingetragen werden.

<< First < Previous 1 2 3 4 Next > Last >>